Hilft Hühnersuppe bei Erkältung? Was wirklich dahintersteckt

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Ja, Hühnersuppe kann bei einer Erkältung tatsächlich helfen, und das ist kein reiner Mythos. Forscher haben erste Hinweise gefunden, dass die warme Brühe mehr bewirkt als nur ein angenehmes Gefühl. Ob hilft Hühnersuppe bei Erkältung wirklich eine wissenschaftlich belegte Frage ist, und was genau in der Suppe steckt, erfährst du hier.

Was sagt die Wissenschaft dazu?

Lange galt Hühnersuppe als reines Hausmittel ohne echten Nutzen. Doch der amerikanische Arzt Dr. Stephen Rennard untersuchte die Wirkung der Brühe und lieferte einen der ersten wissenschaftlichen Belege dafür, dass Hühnersuppe bei Erkältungskrankheiten helfen kann. Seine Forschung zeigte, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Suppe entzündungshemmend wirken können.

Das bedeutet nicht, dass Hühnersuppe eine Erkältung heilt. Aber sie kann Symptome lindern und den Körper bei der Genesung unterstützen. Das macht sie zu einem sinnvollen Teil der Selbstfürsorge, wenn du krank bist.

Welche Inhaltsstoffe machen die Suppe so wertvoll?

Das Hühnerfleisch enthält Eiweiß, das der Körper beim Kämpfen gegen Infektionen braucht. Dazu kommen Aminosäuren wie Cystein, die dazu beitragen können, den Schleim in den Atemwegen zu lösen. Das erleichtert das Atmen und hilft bei einer verstopften Nase.

Das Gemüse in der Suppe, zum Beispiel Möhren, Sellerie und Zwiebeln, enthält Vitamine und Mineralstoffe. Diese unterstützen das Immunsystem. Gemeinsam mit dem Fleisch entstehen beim langen Kochen Inhaltsstoffe, die entzündungshemmend wirken können.

Die warme Flüssigkeit selbst spielt auch eine große Rolle. Sie hält den Körper hydriert, was bei Fieber und Schnupfen besonders wichtig ist. Außerdem wärmt der Dampf die Atemwege und kann bei Verstopfung der Nase kurzfristig Erleichterung bringen.

Warum hilft warme Flüssigkeit bei Erkältungssymptomen?

Wenn du erkältet bist, verliert dein Körper mehr Flüssigkeit als sonst, zum Beispiel durch Schwitzen bei Fieber oder durch Schnäuzen. Hühnersuppe ersetzt diese Flüssigkeit und liefert gleichzeitig Elektrolyte wie Natrium und Kalium, die der Körper braucht.

Der Dampf der heißen Suppe befeuchtet die Schleimhäute in Nase und Rachen. Das kann das Atmen erleichtern und den Hals beruhigen. Außerdem fühlt sich warme Suppe schlicht angenehm an, wenn du dich schlecht fühlst, und das hat seinen eigenen Wert.

Selbst kochen oder Fertigsuppe kaufen?

Eine selbst gekochte Hühnersuppe bringt die meisten Vorteile. Wenn du das Huhn und das Gemüse lange köchelst, lösen sich mehr Nährstoffe in die Brühe. Fertigsuppen aus der Dose oder dem Tetrapack enthalten oft weniger Nährstoffe und dafür mehr Salz und Zusatzstoffe.

Wenn du wirklich krank bist und keine Kraft zum Kochen hast, ist eine gute Fertigbrühe aber immer noch besser als gar nichts. Der Flüssigkeitsersatz und die Wärme helfen auch dann.

So kochst du eine wirkungsvolle Hühnersuppe

  • Nimm ein ganzes Huhn oder Hühnerteile mit Knochen. Die Knochen geben beim Kochen wichtige Nährstoffe ab.
  • Füge Gemüse hinzu: Möhren, Sellerie, Pastinaken und Zwiebeln sind klassische Zutaten.
  • Würze mit Salz, Pfeffer und frischen Kräutern wie Petersilie.
  • Lass die Suppe mindestens eine bis zwei Stunden auf niedriger Hitze köcheln.
  • Schöpfe den Schaum ab, der sich am Anfang bildet, damit die Brühe klar und mild wird.
  • Serviere die Suppe heiß, damit der Dampf seine Wirkung entfalten kann.

Für wen ist Hühnersuppe besonders geeignet?

Hühnersuppe eignet sich für fast jeden, der an einer Erkältung leidet. Auch für Kinder ist sie gut geeignet, da sie leicht verdaulich ist und keine starken Gewürze enthält. Menschen mit einem empfindlichen Magen vertragen die Brühe in der Regel gut, weil sie nicht schwer im Bauch liegt.

Wenn du Fieber hast, ist die extra Flüssigkeit aus der Suppe besonders wichtig. Trinke die Brühe dann auch in kleinen Schlucken über den Tag verteilt.

Ein Hausmittel mit echtem Hintergrund

Großmütter hatten also recht: Hühnersuppe ist kein leeres Versprechen. Sie heilt zwar keine Erkältung, aber sie unterstützt den Körper auf mehreren Wegen gleichzeitig. Die Kombination aus Wärme, Flüssigkeit, Nährstoffen und entzündungshemmenden Inhaltsstoffen macht sie zu einem der sinnvollsten Hausmittel bei Erkältung. Wer krank ist und sich etwas Gutes tun möchte, liegt mit einem Topf selbst gekochter Hühnersuppe goldrichtig.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft am Tag sollte man Hühnersuppe bei einer Erkältung essen?
Es gibt keine feste Regel, aber zwei bis drei Portionen Hühnersuppe über den Tag verteilt sind sinnvoll. So bleibt der Körper gut hydriert und bekommt regelmäßig Nährstoffe. Auch die Brühe allein, ohne feste Zutaten, kann man zwischendurch trinken.

Hilft Hühnersuppe auch bei Grippe, oder nur bei Erkältung?
Hühnersuppe kann auch bei einer Grippe helfen, die Symptome zu lindern. Sie heilt weder eine Erkältung noch eine Grippe, aber die Wirkung auf Schleimhäute, Flüssigkeitshaushalt und das Immunsystem ist bei beiden Krankheiten nützlich. Bei echter Grippe mit hohem Fieber solltest du immer auch einen Arzt aufsuchen.

Kann man Hühnersuppe auch einfrieren und auf Vorrat kochen?
Ja, Hühnersuppe lässt sich sehr gut einfrieren. Wenn du gesund bist, kannst du eine große Menge kochen und portionsweise einfrieren. Im Krankheitsfall musst du sie dann nur noch erwärmen und hast sofort ein nährstoffreiches Hausmittel zur Hand.

Ist die Brühe allein genauso wirksam wie die ganze Suppe mit Fleisch und Gemüse?
Die Brühe allein enthält bereits viele gelöste Nährstoffe und hilft beim Flüssigkeitsersatz. Die ganze Suppe mit Fleisch und Gemüse liefert mehr Eiweiß, Vitamine und Ballaststoffe. Wenn du keinen Appetit hast, ist die Brühe allein schon wertvoll. Wenn du etwas essen kannst, ist die vollständige Suppe die bessere Wahl.

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